Zur gegenwärtigen Situation des EHC Kloten und den „Nachrechnungen“

Manchmal liegen wir falsch in unseren Annahmen: Vor einem Jahr haben wir der kanadischen Investorengruppe vorausgesagt, dass sie den EHC Kloten nach drei Jahren wieder verlassen werden. Nun ist nach nur einem Jahr das eingetreten, was von Beginn weg absehbar war. Die ASE Gruppe hat wohl mit dem Lausanne HC ein neues, vermeintlich lukrativeres Spielzeug gefunden. Wie dem auch sei: Wir haben in den letzten Jahren eine gewisse Routine und Gelassenheit entwickeln müssen, wenn es um Zukunftsfragen unseres Clubs ging. Klar scheint nur etwas zu sein: Eishockey wird im Schluefweg auch im Herbst wieder gespielt und wir werden dabei sein! Klar ist auch noch etwas anderes: So wie bis anhin wird es nicht weitergehen. Das finanzielle langfristige Überleben des EHC Kloten muss absolut im Vordergrund stehen. Auf den raschen sportlichen Erfolg ist mit Vehemenz zu scheissen. Wenn der Club weiterhin jedes Jahr eine Hauruck-Aktion ums Überleben starten muss, dann wird er daran eh zerbrechen.

Ansonsten ist wenig klar. Der Club muss der kanadischen Investorengruppe abgenommen werden und bis Ende April sollte darüber Klarheit bestehen. Wir schlagen bezüglich den Nachrechnungen vor, bis dahin abzuwarten und erst nach der Verkündung von Klarheit zu bezahlen. Die Nachrechnung zurückzuschicken ist unseres Erachtens in der gegenwärtigen Lage nicht der sinnvolle Weg. Wir stellen fest, dass das bodenlose Loch in der Club-Kasse durch die desaströse Preispolitik mitverursacht wurde. Logisch: Diese Preispolitik hat mit uns keine Zukunft.

Der EHC Kloten muss wieder ein regional verwurzelter Dorfclub mit entsprechender Bescheidenheit und Bodenständigkeit werden; und ein Club den sich alle leisten können. Jetzt oder nie ist auch die Gelegenheit, mit dem unsäglichen Anglizismus im Namen Schluss zu machen und als Club so aufzutreten, wie er immer hiess: EHC KLOTEN!

Stehplätz Schluefweg

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